Lebensenergie - kurz erklärt

Für den Begriff „Lebensenergie“ gibt es verschiedene allgemeine Betrachtungsweisen.

  • Im westlich geprägten Umfeld spricht man eher von Vitalität (oder Lebenskraft) Damit ist die Fähigkeit, unter den vorgefundenen Umweltbedingungen zu gedeihen und zu überleben, gemeint.
  • Alle Hochkulturen, so zum Beispiel die alten Griechen, kannten die Bedeutung des Atems. Pneuma bedeutet Geist, Hauch, Atem. In vielen Kulturen ist die Vorstellung verbreitet, dass die Lebenskraft ihren Sitz im Atem hat. Atma bedeutet im Sanskrit Lebenshauch, Atem. Die indische Philosophie versteht darunter das (absolute) Selbst, die ewige Essenz des Geistes und bezieht die Seele mit ein. Viele Formen des Yoga und spirituelle Pfade sehen bis heute den Atem als Mittler in der einen oder anderen Weise. (Wikipedia)
  • Im alten China wird das Qi als Lebenskraft, die den Menschen durchfließt, verstanden. Gerät dieser Fluss der Lebenskraft ins Stocken, entstehen Probleme und Krankheiten. Kommt der Fluss zum Stillstand, bedeutet dies den Tod.
  • Lebensenergie als Lebensfeuer
    Ondrej Bursik spricht in seinem Kurs Harmonizing Chi Flow von dem Konzept des Ming Men, dem Tor des Lebens-Feuers. Ming Men ist der Ort, an dem die ursprüngliche Vitalität des Menschen verankert ist. Dieses Feuer nährt die Meridiane und Organsysteme. Wenn das Feuer des Ming Men abkühlt, wirkt es sich auf den Körper aus.

Mein Verständnis von Lebensenergie

Ich teile die asiatische Sicht, wo zwei Quellen für Qi zugeordnet werden:

  • das Ursprungs Qi (oder vorgeburtliche Qi) und
  • das nachgeburtliche Qi.

Das Ursprungs Qi wird während der Zeugung auf das Kind übertragen. Gespeichert ist es in den Nieren. Das Ursprungs Qi kann nach der Geburt nicht mehr aufgefüllt werden. Es wird im Laufe des Lebens aufgebraucht. Deshalb ist ein sorgsamer Umgang mit dem Ursprungs Qi angebracht. Insbesondere der Lebenswandel hat Einfluss darauf.

Das nachgeburtliche Qi wird in zwei Arten unterteilt: in das Qi der Atmung und in das Qi der Nahrung. Atmung und Nahrung sind die wichtigsten Energiequellen, um das Ursprungs Qi zu schützen und zu pflegen.

Bewusster Lebensstil hält Lebensenergie im Gleichgewicht.

Es geht immer um einen Ausgleich, eine Balance, eine dauerhafte Mitte.

Es ist kein Problem, zu bestimmten Zeiten in bestimmten Bereichen, mehr oder weniger zu geben. So, wie man beim Überholmanöver einen Gang höher schaltet, aufs Gaspedal tritt und mit Schwung das Hindernis hinter sich lässt. Dabei ist es jedem klar, dass für diese Manöver mehr Sprit gebraucht wird. Doch eine dauerhafte Höchstbeanspruchung sorgt nicht nur mehr Spritverbrauch, sondern auch für einen schnelleren Verschleiß und die Verkürzung der Lebensdauer.

Genauso ist es mit unserer Lebensenergie. Der Einklang von Körper, Geist, Seele, Umwelt ist entscheidend für das Tempo und die Intensität des „Verschleißes“.

Auch das Gegenteil von Dauerpower ist für den Erhalt der Lebensenergie schlecht. Bleiben wir bei dem Bild des Feuers. Jeder, der schon mal eine Grippe hatte oder einen Knochenbruch, weiß, wie schnell sich die Muskulatur abbaut, wenn man sie eine Weile nicht benutzt. Die Muskulatur ist aber für den Stoffwechsel des Körpers wichtig. Bewegung ist ein Bereich, der das Feuer des Stoffwechsels anfacht.

Was habe ich mir heute Gutes getan?

Unser täglicher Fokus sollte genau darauf liegen, um die Lebensenergie in Harmonie zu halten. Ein Student, der an seiner Masterarbeit sitzt, hat in der Regel Stress. Er entscheidet selbst, ob er in dieser Zeit von Fast Food lebt, oder sich Zeit für das Kochen nimmt.
Welche dieser Varianten wird wohl mehr helfen, die Stressfolgen auszugleichen?

Lebensenergie in Harmonie mit Energetik und Kinesiologie

Der Kinesiologie liegt das Modell der Fünf Elemente und der Meridiane nach der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) zu Grunde. Hierbei geht es vor allem darum, die Meridianenergie, in einem 24-Stunden-Rhythmus von einem zu nächsten Meridian fließt, zu betrachten. Zum Energieausgleich stehen verschiedene Techniken aus der westlichen und östlichen Tradition zur Verfügung. Fühlt man sich zu einer bestimmten Tageszeit beispielsweise immer erschöpft, gibt dies einen Hinweis auf den Meridian nicht in Balance ist. Jedem Meridian wiederum sind bestimmte Emotionen, Körperbereiche, Muskeln, Nährstoffe, Hormone, Gehirnbereiche, Chakren, Zähne u.v.a.m zugeordnet.

Der Energetik liegt die Quantenphysik zu Grunde. Alles und jedes hat eine Schwingung, manche sagen auch Frequenz dazu. Auch hier geht es darum, Interferenzen zu entdecken und harmonische Schwingung zu erreichen. Liebe, Glück, Dankbarkeit, Vertrauen sind Gefühle mit sehr hohen Schwingungen, die uns „auftanken“, das Lebensfeuer nähren.

Meine Energie für Deine/Ihre Harmonie

„Jetzt habe ich Ihnen Ihre ganze Energie gestohlen.“, sagen meine Klient*innen oft zu mir. „Ich fühle mich so aufgefüllt und geladen.“ Meine Antwort lautet dann: Keine Sorge, ich habe meine Energie noch, im Gegenteil. Ich bin nach der „Arbeit“ energiegeladener als vorher.

Das ist schwierig zu beschreiben, in einem Blogbeitrag erst recht.

Kennst Du/Sie das? Du/Sie bist mit einigen anderen in einem Raum. Plötzlich geht die Tür auf und es kommt jemand rein. Variante A: Dieser Jemand ist schlecht gelaunt, grüßt kaum, fängt gleich an zu meckern. Variante B: Dieser Jemand strahlt förmlich, ruft ein fröhliches Hallo in den Raum und nimmt genießerisch Platz.

Was passiert mit den anderen Menschen im Raum?

So wie die Liebe die einzige Kraft ist, die sich vermehrt, wenn man sie teilt, so potenziert sich auch die „gute“ Energie für alle Beteiligten.

Mein Bestreben ist es, in meiner Harmonie zu sein, eine hohe Schwingung, Ausgeglichenheit zu haben, egal, was ich gerade mache. Dies und meine Fachkenntnisse setze ich gerne für Deine/Ihre Lebensenergie in Harmonie ein.

Mein nächster Blogartikel lautet: Fünf alltägliche Dinge, die an der Lebensenergie zehren.

Du/Sie hast Fragen, Ideen, Anregungen? Ich freue mich über Deinen/Ihren Kommentar.

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Kristiane Allert-Wybranietz

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