Was ist Kinesiologie?

Kinesiologie ist ein ganzheitlicher Ansatz für gesundes Leben und leichtes Lernen.

Kinesiologie ist ursprünglich die Lehre von den inneren und äußeren Bewegungen und dem Bewegt-Sein des Menschen (kinein = bewegen, Logos = Lehre). Kinesiologen arbeiten mit dem Wissen um die Zusammenhänge und Resonanzen zwischen Muskeln, Organen, Emotionen und Denkstrukturen. Sie spüren Stress und Blockaden in diesen speziellen Bereichen auf. Somit ist die Kinesiologie ein ganzheitlicher Ansatz. Ziel der Arbeit ist es, blockierte Energien in den Fluss zu bringen, harmonisches Zusammenspiel und gesundes Gleichgewicht dieser Funktionen wieder herzustellen. Dies geschieht in so genannten Balancen bei denen der Energiefluss im Meridiansystem ausgeglichen und damit die Selbstregulation angeregt werden.

Die Kinesiologie ist eine der modernsten Methoden zur Stress-Reduktion bei Kindern und Erwachsenen.

Klaus Wienert, Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Angewandte Kinesiologie DGAK, definiert Kinesiologie so:

Kinesiologie ist eine ganzheitliche Methode, die Gesundheit zu verbessern, Stress abzubauen, seine Leistungsfähigkeit zu erhöhen und Blockaden zu lösen.

Das Handwerkszeug der Kinesiologen ist der sog. Muskeltest. Durch ihn wird der Körper „befragt“, was ihn belastet oder Blockaden hervorruft und mit welcher geeigneten Technik diese aufgelöst werden können. Dies funktioniert sehr klar und effektiv, da alle von uns gemachten Erfahrungen im Nervensystem und im Zellgedächtnis gespeichert sind. Zum Abbau und Ausgleich der Blockaden stehen dem Kinesiologen sehr unterschiedliche Techniken zur Verfügung, die individuell und punktgenau auf den Klienten abgestimmt werden.

Je nach Ausbildung des Anwenders wird in Begleitende, Coachende und Therapeutische Kinesiologie unterschieden. Diese werden sehr gewinnbringend u.a. in folgenden Bereichen eingesetzt: Als Lernberatung, zur Selbstentfaltung, in der ganzheitlichen Medizin, im Coaching, zur Leistungsoptimierung im Sport, zum Abbau von Ängsten und anderen Konflikten und Blockaden, im Stressmanagement, zur Gesundheits-Prävention, in der Psychotherapie, wie auch im Management und in der Organisationsberatung.

Die Begleitende Kinesiologie unterstützt und fördert alle Lern- und Lebensprozesse. ...

Der Muskeltest

Als Handwerkszeug benutzen wir Kinesiologen den Muskeltest, mit dessen Hilfe wir den Körper über seine Stressoren "befragen" und herausfinden, was die Person braucht, um wieder ins Lot zu kommen. Hierbei wird nicht die Muskelkraft sondern die Muskelenergie getestet. (Jeder kennt es, wenn einem bei schlechten Nachrichten die Knie weich werden.).

Stressoren können auftreten in Form von

  • Körperfehlhaltungen (Kiefergelenk)
  • Personen (Chef, Lehrer)
  • Nahrungsmitteln (Milch, Weizen)
  • negativ besetzten Begriffen (lernen, konzentrieren)
  • Glaubens- und Verhaltensmustern (Ich bin nicht gut genug.)
  • negativen kindlichen Prägungen
  • dramatischen Erlebnissen
  • usw.

Das Zellgedächtnis verfügt über weit mehr Informationen, als unser Bewusstsein. Da alle von uns gemachten Erfahrungen im Zentralnervensystem gespeichert sind, arbeiten wir über dem Muskeltest mit der Körper-Seele-Geist Ebene, um Blockaden aufzuspüren und die beste Lösungsmöglichkeit zu finden. Auf der unbewussten Ebene finden sich die ersten Spuren eines zu lange anhaltenden Stresses. Später dann, wenn der Körper nicht mehr fähig ist, zu kompensieren, stellen sich vegetative, funktionelle, emotionale oder kognitive Probleme ein. Dem schließen sich klassische gesundheitliche Probleme, die in die Hände des Arztes / Heilpraktikers gehören an.

Kopie SIMG 1960 geschnitten

Kinesiologische Sitzungen haben vorbeugenden Charakter.

Als Begleitung führt sie bei bestehenden Gesundheitsproblemen zu schnellerer Besserung, da die Selbstregulationsmechanismen des Körpers angeregt werden.

In die Kinesiologie wurden von ihrem Begründer G. Goodheart, wie bei einem Puzzle, Techniken aus vielen Bereichen integriert; beispielsweise aus Chiropraktik, Akupressur, Ernährungswissenschaft, chinesische Meridianlehre, Logopädie, Erziehungswissenschaft und neuen Erkenntnissen aus der Gehirnforschung. Sie ist folglich Fachgebiet übergreifend.

Es gibt es heute eine Vielzahl von Fachrichtungen der Kinesiologie, wie die Applied Kinesiology, die Medizinisch-Therapeutische Kinesiologie, die Psycho-Kinesiologie, die Psychosomatische Kinesiologie und die Pädagogische Kinesiologie, die heute Edu-Kinesthetik genannt wird.

Meine Reise mit der Kinesiologie begann 2006 mit Brain Gym®. Diese (übersetzt Gehirngymnastik) wurde von Paul Dennsion entwickelt und ist ein sehr wichtiger Baustein der Edu-Kinesthetik (abgek. Edu-K). Mit dem kinesiologischen Förderprogramm unterstützt man Kinder mit Lern -und Entwicklungsstörungen. Die Brain Gym®-Übungen dienen als Intergrations- und Selbsthilfeübungen.

Dennsion entwickelte das dynamische Gehirnmodell mit seinen drei Dimensionen für lerngestörte Kinder. Die Fokusdimension (Aufmerksamkeit), die Zentrierungsdimension (Emotion) und die Lateralitätsdimension (Koordination). Alle drei Dimensionen müssen zum Wohle des Ganzen zusammenarbeiten. Wenn die Rechte weiß, was die Linke tut, wenn ich weiß, was hinter mir liegt, kann ich beruhigt nach vorne gehen, und wenn ich Zugang zu meinem Körper und Gehirn habe, fühle ich mich ausgeglichen und lebe in der Gegenwart, mit einer integrierten Vergangenheit und einem mutigen Blick nach vorne in die Zukunft. (Wichtige Erkenntnisse nicht nur im Bereich Lernen.)
Typischen Integrationsblockaden sind beispielsweise:

  • sich auf nichts richtig einlassen können.
  • alles muss schnell durchgeführt werden
  • ständig auf der Suche nach neuen Erfahrungen sein oder
  • sich sehr zurückhalten, auf nicht einlassen
  • Probleme, den Überblick zu behalten
  • Ziel aus den Augen verlieren
  • mangelnde Emotionskontrolle
  • geringe Frustrationstoleranz, u.v.m

Ursprünglich für lernschwache Kinder entwickelt, findet die BrainGym® Methode heute bei Körperbehinderten, nach Schlaganfall und vor allem auch in der Prävention für Senioren Anwendung, denn diese Methode unterstützt Wahrnehmungsprozesse, Aufmerksamkeitssteuerung, Gedächtnisleistung, Bewegungs- und Körperkoordination. Für jeden sichtbar wird dies, wenn Senioren keine Gangunsicherheiten mehr aufweisen. Ich habe schon Menschen erlebt, die ihren Gehstock einfach „vergessen“ haben.

Kinesiologie ist Vielfalt und Ganzheitlichkeit

Je nachdem, aus welchem Kontext die Kinesiologieanwenderin kommt und welche Ausbildungen sie gemacht hat, laufen die Kinesiologischen Balancen unterschiedlich ab. Für mich als Anwenderin ist es ein besonderer Schatz, dass man in die Kinesiologische Arbeit auch alle anderen Techniken und Systeme aus der Beratung mit einbinden kann.

Sondierungen in fünf Ebenen – ein kleiner Einblick in meine Kinesiologischen Balancen

Energiefluss-Blockaden können auf folgenden Ebenen entstehen und reguliert werden:

  • regulativer Ebene (grundsätzliche Fähigkeit zur Regulation des Energieflusses)
  • struktureller Ebene (körperbezogener, z.B. Hüfte, Kiefer, Darm),
  • emotionaler Ebene (Urängste, Glaubensmuster, belastende Ereignisse etc),
  • biochemischer Ebene (z.B. Ernährung, Unverträglichkeiten, Nährstoffmangel) und
  • energetischer Ebene (z.B. Meridiane, Chakren, Narben, Störfelder) liegen.

Meine Kinesiologischen Balancen beginnen mit der Überprüfung der Regulationsfähigkeit. Ähnlich wie bei einem Computer, kann sich das Energieflusssystem derart „aufhängen“, dass nichts mehr geht. Die Regulation ist blockiert und die Therapiemaßnahmen (auch schulmedizinische) können nicht so wirken, wie erwartet oder bisher. Für mich persönlich ist die blockierte Regulation ein wichtiger Aspekt bei nicht diagnostizierbaren Beschwerden und Therapieresistenzen jedweder Art. Ist die Regulation wieder hergestellt, erfolgt eine Sondierung der anderen vier Ebenen, wobei sich ein Thema meist auf mehreren Ebenen zeigt.

Beispiel – Stillsitzen

Die Sondierung ergab bei einem Schulkind, welches scheinbar gar nicht still sitzen konnte, eine blockierte Regulation im Bereich Kiefergelenk. Nach einer Kiefergelenkbalance verschwand dieses Problem beinahe ganz. Zusätzlich lies das nächtliche Zähneknirschen stark nach. Auf weiteren Ebenen zeigten sich u.a. die Themen Geburt, Angenommen sein, Wahrnehmungsentwicklung. Diese wurden in weiteren Sitzungen thematisiert.

Kinesiologie ist keine Wundermethode, auch wenn sie manchmal wunderbar wirkt.

Sie ist auch keine Heilkunde und ersetzt nicht die medizinische Behandlung. Den Ärzten, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen, Zahnärzten, Heilpraktikern usw. begegnen immer wieder verlangsamte Heilungsprozesse, -stillstand oder Rezidive.

Gerade dann lohnt sich die kinesiologische „Detektivarbeit“. Sehr wirksam sind die Balancen bei nicht diagnostizierbaren Befindlichkeitsstörungen, Lern- und Entwicklungsverzögerungen, emotional schwierigen Lebensphasen und Problemen, die chronisch geworden sind.

Kinesiologie fördert Erkenntnisprozesse und Selbstregulationskräfte, löst Regulationsblockaden und trägt allgemein zu einer veränderten, abgemilderten Symptomatik bei.



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