Die Sedona Methode - 4 Fragen gegen belastende Emotionen

Die Sedona Methode - 4 Fragen gegen belastende Emotionen

Was ist die Sedona Methode?

Die Sedona-Methode wurde von der "Harvard-Medical School" auf ihre Wirksamkeit untersucht und in klinischen Tests nachgewiesen. Der Physiker Lester Levenson entwickelte in den 1970ern diesen Ansatz zur Selbstheilung, nachdem er körperlich in einer sehr schlechten Verfassung war. Seinem Schüler und langjährigen Weggefährten übertrug er in den neunzigern die Rechte an seiner Lehre. Er veröffentlichte dazu auch ein Buch und gibt die Sedona-Methode als Trainer weiter.

1. Kurzanleitung

Die Sedona-Methode besteht aus fünf Fragen, die dazu dienen sollen, seine Gefühle zu betrachten und zu erforschen. Diese Form der inneren Befragung ist inhaltlich nicht an ein bestimmtes Problem oder Symptom gebunden. Bei Emotionen wie Ärger, Unzufriedenheit, Neid oder Stress kann die Sedona-Methode für eine leichtere Akzeptanz und somit dem vereinfachtem Loslassen des Gefühls sorgen. Es geht also nicht um die Ablehnung oder Negierung des Gefühls.

Des Weiteren benötigt die Methode mehrere Durchläufe der Fragen, die man sich nach eigenem Rhythmus selbst stellt und durchgeht. Es werden 3-9 Wiederholungen empfohlen, um ein Gefühl loszulassen. Die fünf grundlegenden Fragen der Sedona-Methode lauten:

  1. Was fühlst du jetzt in diesem Moment?
  2. Könntest du dieses Gefühl willkommen heißen / zulassen?
  3. Könntest du es loslassen?
  4. Wärst du bereit dazu?
  5. Wann?


2. Ausführliche Anleitung

Frage 1: Was fühlst du jetzt in diesem Moment?

Zuerst muss man festlegen, welches Gefühl nicht mehr dienlich ist, bzw.welches Gefühl gehen (sich verabschieden) soll .Dabei können folgende Assoziationen mit dem Gefühl helfen.

  1. Eine Situation, in der das Gefühl auftritt.
  2. Die Situation erneut erleben und die eigenen Reaktionen beobachten.
  3. Wo im Körper ist das Gefühl spürbar?
  4. Entstehen zu dem Gefühl Bilder?
  5. Dem Gefühl einen nicht vorhandenen Namen geben.
  6. Welches Gefühl hätte man gerne stattdessen?

Frage 2: Könntest du dieses Gefühl willkommen heißen /zulassen?

Das Unterdrücken, Ausreden oder Bekämpfen der eigenen Gefühle führt in der Regel nur zu einer Stärkung des unangenehmen Gefühls. Bei dieser Frage geht es nicht darum, das Gefühl sofort und für immer zu akzeptieren. Es geht darum ob man theoretisch dazu in der Lage ist das Gefühl für einen Augenblick zu akzeptieren. Des Weiteren geht es nicht darum lange nach einer richtigen Antwort zu suchen. Die Frage soll ehrlich und spontan beantwortet werden, wobei jede Antwort in Ordnung ist.

Frage 3: Könntest du es loslassen?

Auch bei dieser Frage geht es nicht darum, das Gefühl sofort loszulassen. Man entscheidet viel mehr darüber, ob man in der Lage ist, das Gefühl loszulassen. Es wird jedoch davor gewarnt, diese Frage innerlich zu diskutieren. Auch hier ist wieder eine spontane Antwort mit ja oder nein empfohlen. Es folgt nun die nächste Frage, unabhängig davon, wie die Beantwortung der letzten Frage ausfiel.

Frage 4: Wärst du bereit dazu?

In Frage 3 geht es darum, das Gefühl loslassen zu können. In Frage 4 stellt man sich die Frage, ob man das Gefühl überhaupt loslassen will, unabhängig davon, ob man dazu in der Lage ist.

Verneint man diese Frage kann man sich zusätzlich noch die Frage, "ob man lieber an dem Gefühl festhalten oder sich davon befreien möchte", stellen.

Frage 5: Wann?

Bei dieser Frage sind alle Antworten möglich. Man kann einen genauen Termin angeben, wie am nächsten Freitag oder jetzt. Ungefähre Zeitspannen sind allerdings ebenfalls möglich (noch nicht, bald, wenn ich Zeit dazu habe).

Frage zwei bis fünf kann man nun nach eigenem Befinden und eigenem Rhythmus wiederholen, bis es zu einer Veränderung der Wahrnehmung des unangenehmen Gefühls kommt. Dies lässt sich herausfinden, indem man sich erneut in eine Situation hineinversetzt, in der das Gefühl aufgetreten ist. In der Regel werden 3-9 Wiederholungen benötigt, bis es zu einer deutlichen Veränderung kommt(nach Erfahrung des Entwicklers und umfangreichen Versuchen). Sollte es zu einer Befreiung des Gefühls kommen, ist es wichtig, diese Wahrnehmung bewusst zu spüren, um das veränderte Gefühl im Bewusstsein zu verankern. Das unangenehme Gefühl ist weg und die Sedona-Methode vollendet.

3. YouTube-Links zur Vertiefung




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